Der Entscheid für einen Anzug ist gleichzeitig eine Aussage über Ihre Person. Es geht dabei nicht nur darum, das Auftreten konform dem Anlass oder den Mitmenschen zu gestalten, sondern vor allem um den Ausdruck Ihrer eigenen Persönlichkeit. Währendem ein Stangenanzug bereits vorgefertigt und gewissermassen standardisiert ist, gibt Ihnen ein forone Massanzug die Möglichkeit, Ihr Auftreten genau so zu gestalten, wie sie es sich wünschen. Stilvoll, exklusiv und einzigartig.
Der grundlegendste Entscheid bei der Anfertigung eines Massanzuges ist der Schnitt. Selbstverständlich sind die perfekte Passgenauigkeit sowie die Qualität der verwendeten Materialien und der Verarbeitungsprozesse ebenso entscheidende Komponenten, damit Sie sich als Anzugsträger vollends wohl fühlen in Ihrem Kleidungsstück. Allerdings ist es der Schnitt eines Massanzuges, welcher aktiv von Ihnen nach Ihren individuellen Wünschen und Vorlieben gewählt werden kann.
Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen einem klassischen und einem taillierten (siehe Bild) Schnitt. Vor allem Kunden, welche mit ihrer Garderobe einen modischen Akzent setzen wollen, entscheiden sich für einen auf die Figur geschnittenen und körperbetonten Anzug.
Eine weitere sehr bedeutende Entscheidung bei der Fertigung eines Massanzuges ist die Wahl zwischen einem einreihigen (siehe Bild) und einem doppelreihigen Jackett, wobei Einreiher heutzutage bedeutend häufiger anzutreffen sind, als die klassischen Doppelreiher Jacketts.
Bei der Wahl des Revers muss grundsätzlich zwischen einem «fallenden» (siehe oberes Bild) und einem spitz nach oben zulaufenden Revers unterschieden werden. Das Spitzrevers ist auch sichtbar breiter als das Fallende. Traditionellerweise haben einreihige Jacketts ein in der Schulterlinie «fallendes» Revers.
Vor allem in der Kombination mit einer Weste bietet es sich allerdings an, ein Einreiher-Jackett mit Spitzrevers anfertigen zu lassen. Die Gesamterscheinung wirkt dadurch bedeutend modischer als mit einem «fallenden» Revers.
Beim Doppelreiher-Jackett hingegen ist ausschliesslich das Spitzrevers massgebend.
Mit der Wahlmöglichkeit «Stitching» (siehe unteres Bild) können Sie ihrem Jackett einen noch modischeren Eindruck verschaffen. Konkret werden dabei das Revers sowie die Kanten der Seitentaschen und der Brusttasche mit Ziernähten versehen.
Das einreihige Jackett weist in den meisten Fällen zwei (siehe Bild) bzw. drei Knöpfe auf, wobei der unterste nie geschlossen wird. Sakkos mit nur einem Knopf sind meist in der Freizeit- oder auch Abendgarderobe anzutreffen. Doppelreihige Jacketts werden meist mit sechs in Trapezstellung angeordneten Knöpfen gefertigt, wovon ausschliesslich zwei geschlossen werden, einer immer offen bleibt und drei der reinen Dekoration dienen.
Einen Massanzug kombiniert mit einem farbigen Innenfutter verleiht Ihrem Kleidungsstück das gewisse Etwas. Da man die Farbe des Innenfutters nur beim Ablegen und Anziehen des Jacketts offensichtlich bemerkt, dürfen Sie bei der Wahl der passenden Farbe Ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
Normalerweise weist ein Jackett links und rechts jeweils eine Seitentasche auf, die horizontal angeordnet sind. Um dem Massanzug eine noch individuellere Note zu verpassen, kann man auf Wunsch eine etwas kleinere dritte Seitentasche parallel oberhalb der rechten Seitentasche anbringen lassen. Im Falle von drei Seitentaschen werden diese leicht angewinkelt ins Jackett eingenäht.
Ein mittig positionierter Rückenschlitz ist das absolute Minimum, was ein ordentliches Jackett aufweisen sollte. Eleganter ist allerdings der englische, seitlich versetzte Doppelschlitz (siehe Bild).
Wie bei den Seitentaschen gibt es auch bei der Anzahl Ärmelknöpfen Individualisierungs-möglichkeiten. Meistens sind jeweils vier Knöpfe an den Ärmeln angebracht. Um sich mit seinem persönlichen Massanzug zu differenzieren, bietet es sich daher an, die Anzahl Ärmelknöpfe zu verändern. Ob es nun drei, vier oder fünf sein sollen, hängt allerdings stets von Ihrem persönlichen Geschmack ab.
Ein unverkennbares Merkmal von qualitativ hochwertigen Massanzügen sind die funktionierenden Ärmelknopflöcher. Üblicherweise trägt man daher den ersten oder die ersten zwei Knopflöcher geöffnet.
Die Wahl von farbigem Knopfgarn oder farbigen Knopflöchern bietet eine weitere Individualisierungsmöglichkeit, wobei Sie sich dabei stets überlegen sollten, mit welchen Accessoires und in welchem Umfeld Sie den entsprechenden Anzug tragen werden.
Grundsätzlich muss eine Hose am Oberschenkel, am Bund, im Schritt und am Gesäss perfekt sitzen. Zudem muss sie stets auf die individuelle Länge Ihrer Beine angepasst sein, wobei der Saum direkt über der Absatzkante endet.
Wie beim Jackett, so ist auch bei der Hose der Schnitt von zentraler Bedeutung. Grundsätzlich können Sie zwischen einem geraden (klassisch) und einem leicht zusammenlaufenden (siehe Bild) Hosenbein entscheiden.
Aufgrund der zur Zeit sehr körperbetonten Mode werden Bundfalten-Hosen immer seltener. Entsprechend modisch wirkt eine sogenannte Flatfront-Hose (ohne Bundfalten (siehe oberes Bild)). Trotzdem gibt es gewisse Grössen und Figuren, bei denen das Tragen von einer (siehe unteres Bild) bzw. zwei Bundfalten sinnvoll ist.
Hosen mit Saum wirken grundsätzlich eleganter und klassischer als ohne Saum. Entsprechend können Sie sich für Hosen mit oder ohne Saum entscheiden.
Obwohl die Weste heutzutage nur noch sehr selten anzutreffen ist, bietet sie für zahlreiche stilbewusste Männer noch immer eine gute Möglichkeit um ihrem Anzug das gewisse Etwas zu verleihen.
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